Weiße Nächte in St. Petersburg

In unserem Fotoworkshop fanden wir die Seele der Stadt in ihren Menschen, ihren Brücken und über ihren Dächern.

Wo liegt sie Seele dieser Stadt und wie entdecken wir sie mit unseren Kameras? Das war die wichtigste Frage, die wir uns in St. Petersburg gestellt haben.

Vielleicht unter ihren zahlreichen Brücken, die wir nach Mitternacht passieren. Die gewaltigen Ungetüme aus Stahl und Stein werden kurzzeitig zu riesigen Dächern unter denen wir mühelos hinweggleiten, umhüllt vom tiefschwarzen Wasser der Newa, dem Markenzeichen St. Petersburgs.

Einen anderen Teil der Seele finden wir beim Besuch der bezaubernden ehemaligen Lehrerin, Frau Rudakova. Die Rentnerin lebt am Stadtrand in einer bescheidenen 2-Zimmer Wohnung und zeigt uns bei liebevoll zubereiteten Lachs-Canapés ihre alten Fotoalben. Sie war Lehrerin in einer Grundschule, eine hübsche junge Frau inmitten einer Klasse von Mädchen mit langen Zöpfen und Schuluniform.

Sie scheint sehr facettenreich zu sein, die Seele von St. Petersburg. Doch an einem bestimmten Ort fühlen wir uns ihr besonders nah: über den Dächern der Stadt, über die uns Studentin Dasha vorsichtig und mit großem Geschick führt. Der Blick hinweg über die Skyline öffnet uns das Herz und erlaubt eine völlig neue Perspektive: weit, erhaben und majestätisch.

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